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Karl Spazier
Wanderungen durch die Schweiz

Herausgegeben von René P. Moor, Band 1: ca. 160 Seiten, Band 2: ca. 174 Seiten, 13 x 19 cm, Broschur,

ca. CHF 39.– für beide Bände
(zzgl. 4.– Porto/Ex.)


Beide Bände erscheinen zeitgleich im Frühling 2018


Karl Spazier

Wanderungen durch die Schweiz

Historischer Reisebericht in 2 Bänden

In den 1780er-Jahren besuchte der deutsche Autor und Publizist Karl Spazier die Schweiz. Zu Fuss und per Kutsche reiste er von Basel via Arlesheim und den Oberen Hauenstein nach Solothurn. Hernach weilte in Bern, von wo er sich nach Biel aufmachte. Im Anschluss einer Wanderung zur Pierre Pertuis zog es ihn auf die St. Petersinsel. Die Reiseroute führte Spazier an den Genfersee, ehe er sich dem Berner Oberland zuwandte, wo er unter anderem das Stockhorn bestieg. Über Interlaken gelangte er schliesslich ins Lauterbrunnental, von wo er die Kleine und die Grosse Scheidegg überschritt. Von Thun aus reiste er sodann durch das Entlebuch nach Luzern. Im letzten Teil seiner Reise widmete sich Spazier dem Vierwaldstättersee, den Städten Zug, Zürich und Schaffhausen, bevor er in Basel die Schweiz in Richtung seiner Heimat verliess.

Karl Spaziers präzis-kritischen Beobachtungen entführen den Leser in die Schweiz wenige Jahre vor dem Einmarsch der Franzosen 1798. Die Schilderungen geben ein vortreffliches Gesellschaftsgemälde des Landes wieder und zeigen auf, wie es damals um den Lebensstandard der Schweizer stand. Viele vom Autor beschriebenen Gebäulichkeiten existieren heute noch, was Ortskundigen die Lektüre dieser Wanderungen zum Hochgenuss werden lässt. Aber die von Spazier begangenen und befahrenen Verkehrswege mit der aktuellen Situation zu vergleichen, veranschaulicht den unglaublichen Wandel, die eine Zivilisation in über 200 Jahren zu vollziehen im Stande ist.

Die sprachlich behutsam den heutigen Gegebenheiten angepasste zweibändige Ausgabe ist mit zahlreichen Anmerkungen des Herausgebers versehen.

Über den Autor

Johann Gottlieb Karl Spazier (20.4.1761 – 19.1.1805) bediente sich mitunter dem Pseudonym Karl bzw. Carl Pilger. Der Sänger, Hofmeister und Lehrer am Philanthropin in Dessau, Professor, Hofrat, Lehrer an einer Handelsschule in Berlin, Autor, Liedkomponist und Publizist hatte in Halle Theologie und Philosophie studiert. Obwohl er keine tiefergehende musikalische Ausbildung erhalten hatte, wirkte er in seiner Jugend als Konzert- und Kirchensänger in Berlin (Diskantist). Später sang er am Hof von Prinz Heinrich in Rheinsberg französische Opern.

Im Jahr 1796 erhielt er von der philosophischen Fakultät Halle das Doktordiplom. Er zog einige Jahre später nach Dessau und wurde Mitdirektor der Olivierschen Erziehungsanstalt und begleitete vermutlich das 1797 neu errichtete Hofschauspiel. Im Jahr 1796 oder 1797 heiratete er Johanna Caroline Wilhelmine Mayer. Er übernahm die Redaktion der Zeitung für die elegante Welt und zog deshalb im Oktober 1800 mit seiner Familie nach Leipzig. Im Jahr 1805 starb er nach kurzer Krankheit und hinterliess seine Witwe mit vier kleinen Kindern, darunter den Schriftsteller Richard Otto Spazier. Der Komponist und Verfasser von biografischen Lexika, Ernst Ludwig Gerber, bezeichnete Karl Spazier als «einen der beliebtesten deutschen Schriftsteller».

 

 

 

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